Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern oder diese Saisonvorschau, die ich in den Tagen vor dem ersten Spiel geschrieben hatte. Ich stelle sie trotzdem mit Verspätung hier ein, damit ich nach der Saison sagen kann, daß ich recht hatte! Obwohl ich inzwischen das mit Stuttgart lieber zurücknehmen würde und Labbadia schnell noch ins Rennen um die erste Trainerentlassung eingestiegen ist.
Wieder eine Sommerpause dahin, wieder so gut wie keine Fußballspiele geguckt. Daß ich ein wenig Frauenfußball und CL-Quali mit Austria Wien gesehen habe und nicht weiß, was schlimmer war, darüber werde ich hinweg kommen.
Ohnehin gab es in der Sommerpause noch ärgerlich viel "Bericht"-Erstattung über Fußball. Die Hypemaschine kommt nicht mehr zur Ruhe, neuerdings werden ja Testspiele im Rahmen von Sponsorenturnieren zu "Pflichtspielen" erklärt und es gibt einen "Supercup", den aber nicht Meister und Pokalsieger austragen, sondern die derzeit am stärksten wahrgenommenen Mannschaften. Wer spielt wohl im "Supercup", wenn nicht Bayern und Dortmund die Plätze 1 und 2 belegen?
Zur Saisonvorbereitung gehört natürlich wie immer die Lektüre der Sonderhefte aus den Häusern Kicker bzw. 11 Freunde. Das von Sport-Bild spare ich mir seit Jahren, zumal der Springer-Verlag wie so oft als erster die Nerven verlor und den frühesten Erscheinungstermin wählte.
Das Kicker-Sonderheft wird für mich immer schwerer verdaulich. Die Vereinsseite nach dem Mannschaftsfoto wird immer fragwürdiger. Waren in den letzten Jahren die Leistungsdaten wenn auch unnötig, so doch einigermassen informativ, so brauche ich die Informationen, die dieses Jahr abgedruckt werden, gar nicht. Sagt über den letztjährigen Leistungsstand gar nichts mehr, war der Spieler Stammkraft, wertvoll oder nicht, effektiv? Geht aus dem Heft nicht hervor! Wie schon seit Jahren verliere ich den Überblick, kenne auf den alten Mannschaftsbildern aus dem 11 Freunde-Büchlein mehr Spieler als in den aktuellen Kadern. In jenem Büchlein übrigens zum zweiten Mal in Folge Otto Knefler zweifach vertreten. Sehr gut wie immer das Fernsehprogramm im 11 Freunde-Heft, jedes Jahr ein Highlight.
Was ist also von der Saison zu erwarten?
Die Liga kommt endgültig auf den Hund, es geht nicht mehr um den Kampf von 18 Mannschaften um Platzierungen, die DFL wird endgültig zum Vermarktungsvehikel von FCB und BVB, 16 Vereine als Staffage, Medienvertreter als Marktschreier in rot, weiß, schwarz und gelb. Soll ja angeblich der Liga gut tun?!
Da beim FCB immer einer spinnt, ist für mich die spannendste Frage der Saison, ob der fleischgewordene Wurstfabrikant, der ewige Zweite (der sich seinerzeit ja auch erdreistet hatte, dem scheidenden Ballack Hohn und Spott nachzurufen) oder die personifizierte Spaßbremse als erster dem Trainer in die Parade fährt. Das Maul halten und den Trainer seine Arbeit machen lassen, das haben sie bei Hitzfeld, Van Gaal und Heynckes nicht geschafft, warum sollten sie es also bei Guardiola hinbekommen? Oskar Wilde hat einmal formuliert, "Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht der Versager". Letzteres sind sie beim FCB sicher nicht, dennoch sei es ihnen einmal gesagt.
Sonst? Zweiter wird Leverkusen oder Dortmund, dahinter werden Wolfsburg, Stuttgart, die Eintracht, Schalke, vielleicht noch Gladbach einlaufen. Dann Hannover, HSV, Freiburg, Hoffenheim und evtl. noch Bremen, für die es um nichts gehen wird. Bemerkenswert in Zusammenhang mit dem HSV bleibt, daß die Hamburger seit Jahren schon beweisen, daß man gar keinen Magath braucht, um sich ohne Konzept, Sinn und Verstand den Kader kaputt zu kaufen.
In Abstiegsgefahr schweben jetzt schon Mainz, Nürnberg, Augsburg und die beiden Neulinge. Ich favorisiere Mainz und Berlin für die Rückkehr in Liga 2.
Hoffnungen bzw. Erwartungen: Adler wird wieder Nummer 1 im Nationalteam. Huntelaar verläßt Schalke, da er noch nie so lange bei einem Verein geblieben ist.
Schweinsteiger, Kroos, Müller, Götze - klingt nach einem Traum-Mittelfeld. Mehrere aus dieser Reihe werden sich öfter auf der Ersatzbank wiederfinden, als für möglich gehalten.
Jens Keller wird als erster Trainer entlassen, geht schließlich schon angezählt in die Runde.
Die lokale Presse schreibt wieder, wie jedes Jahr, Alex Meier sei nie so wertvoll gewesen wie heute.
Matthäus bleibt weiter - frei nach Ronnie Borchers - draußen vor der Tür.
Im nächsten Jahr ist WM. Löw muß mehrere Serien brechen, soll der Titel geholt werden. Mehr als 3x in Folge unter den letzten vier zu landen, hat Deutschland noch nicht geschafft (1966-1970-1974; 1982-1986-1990; 2002-2006-2010.). Ein WM-Titel konnte bisher nicht ohne SGE-Spieler im Kader gewonnen werden. Da Ter Stegen und Zieler, Jansen, Aogo, Beck u.a. scheinbar vor den Eintracht-Aspiranten rangieren, sieht es auch diesbezüglich schlecht aus. Und der Bundestrainer muß erst noch beweisen, daß er nicht vor entscheidenden Partien die Nerven verliert, von seiner Linie abweicht und sich in der Anpassung an den Gegner verzettelt, die Mannschaft damit überfordernd. Ich bin gespannt, wieviele Spieler, die im Verein nur auf der Bank sitzen, mitgenommen und von Beginn an aufgestellt werden. Hält Löw an Klose und Gomez, Podolski, Mertesacker und den verschiedenen Bayern-Spielern, die zu Bankdrückern werden dürften, fest?
Zuletzt noch ein Blick auf Spieler, die die Eintracht verlassen haben, um woanders mehr zu erreichen.
J. "only god can judge me" Jones, weggegangen, weil man in Frankfurt ja nicht zur Legende werden könne. Wenn man es als 31-jähriger auf gerade 151 BL-Spiele gebracht hat, ist es in der Tat schwer, nicht von einer marginalen Karriere auszugehen. Dennoch Respekt, mit seinen in Königsblau gezeigten Leistungen hätte er durchaus ein hohes Ansehen bei den traditionsbewußten Eintrachtfans gewinnen können - und nicht so viele Versuche, aussortiert zu werden überstehen müssen, wie auf Schalke.
Fährmann? Könnte Nummer eins bei einem Europacup-Teilnehmer sein, wenn er das eine Jahr in der 2. Liga bei der Eintracht durchgezogen hätte. Hat er aber nicht.
Ochs? Noch nicht klar, ob und wenn ja, wo er 13/14 spielt. Dem Vernehmen nach zufrieden damit, auf der Payroll von Volkswagen zu stehen. Fußball als schöne Nebensache - eigentlich ganz vernünftig.
Chris? Zukunft ebenfalls offen, auch ihm hat der Abstecher nach Hoffenheim nichts gebracht - in seinem Fall aber ganz anders als bei Ochs: Chris spielte nicht, Ochs ist da, wo er jetzt ist, weil er in Hoffenheim regelmässig spielte.
"if you can't beat them in the alley, you can't beat them on the Ice" - (Conn Smythe) Aus dem Poesiealbum der Broad Street Bullies, der deutschen Nationalmannschaft gewidmet!
Montag, 26. August 2013
Mittwoch, 7. August 2013
Stadionalbum 29: Italia 90
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| Das San Nicola aus der Luft. Einer von zwei Neubauten. |
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| Florenz vor der Aufhübschung. |
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| Zuviel des Guten, in meinen Augen ein abstossender Moloch durch die Erweiterung um einen dritten Rang und vor allem das trutzige, bedrohliche Dach. |
Freitag, 28. Juni 2013
Unvergesslicher 28.06.1959
Es gibt ein Buch darüber, deshalb nur ein paar Zeilen über den Tag, an dem elf Adlerträger zum einzigen Mal die Meisterschale an den Main holten. Letzteres wäre 1959 ohnehin passiert, da der Finalgegner ja bekanntlich aus Offenbach kam.
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| Das Siegerfoto, dankenswerterweise durch den Agon-Sportverlag als großformatige Karte herausgegeben, wenn auch auf der Rückseite fehlerhaft beschriftet. |
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| Beim Empfang im Römer hatte die Mannschaft etwas vorzuweisen (Schale) und ein fröhlich Lied auf den Lippen (wahrscheinlich "so ein Tag, so wunderschön wie heute" oder ähnliches). |
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| Die Mannschaftskarte der Meistersaison. Da es noch keine Auswechslungen gab, war es nicht einfach, den vielfach gelobten guten Mannschaftsgeist aufrecht zu erhalten. |
Montag, 24. Juni 2013
Stanley-Cup vor Spiel 6
Hin und her, auf und nieder. Der Verlauf der diesjährigen Finalrunde der NHL erinnert mich stark an die Serie der Bruins gegen Vancouver vor zwei Jahren. Auch damals gab es mehrere "Momentum changes", die Bruins schienen mehrmals angezählt.
In der diesjährigen Serie orakelten die Experten nach dem dritten Spiel allerdings noch umgekehrt, die Bruins seien jetzt Favorit, die Blackhawks müssten ihre Offensive umstellen, wenn sie noch eine Chance haben wollten. Es war moniert worden, daß sie kein Rezept gegen Bostons starke Defensive fanden, die Forderung gestellt, sie müßten von der Strategie abgehen, Toews und Kane in separaten Sturmreihen agieren zu lassen, stattdessen dieses Paar wieder zusammen auflaufen lassen. Ein widersinnig erscheinender Rat, schien dies doch der Stärke der Bruins in die Karten zu spielen. Nun, zwei Spiele und zwei Siege später, beide wesentlich durch die Tore von Patrick Kane beeinflußt, heißt es, die Bruins stünden praktisch schon mit eineinhalb Beinen über dem Abgrund. Heute Nacht kommt es zu Spiel sechs, in dem es für Boston tatsächlich "nur" eine Fortsetzung zu gewinnen gibt, für Chicago dagegen bereits den Cup. Übrigens haben beide Teams ihre letzten Stanley-Cups auf fremdem Eis erobert, Chicago in Philadelphia, die Bruins in Vancouver.
In der diesjährigen Serie orakelten die Experten nach dem dritten Spiel allerdings noch umgekehrt, die Bruins seien jetzt Favorit, die Blackhawks müssten ihre Offensive umstellen, wenn sie noch eine Chance haben wollten. Es war moniert worden, daß sie kein Rezept gegen Bostons starke Defensive fanden, die Forderung gestellt, sie müßten von der Strategie abgehen, Toews und Kane in separaten Sturmreihen agieren zu lassen, stattdessen dieses Paar wieder zusammen auflaufen lassen. Ein widersinnig erscheinender Rat, schien dies doch der Stärke der Bruins in die Karten zu spielen. Nun, zwei Spiele und zwei Siege später, beide wesentlich durch die Tore von Patrick Kane beeinflußt, heißt es, die Bruins stünden praktisch schon mit eineinhalb Beinen über dem Abgrund. Heute Nacht kommt es zu Spiel sechs, in dem es für Boston tatsächlich "nur" eine Fortsetzung zu gewinnen gibt, für Chicago dagegen bereits den Cup. Übrigens haben beide Teams ihre letzten Stanley-Cups auf fremdem Eis erobert, Chicago in Philadelphia, die Bruins in Vancouver.
Dienstag, 11. Juni 2013
Stanley-Cup 2013
Es ist soweit, die Finalpaarung um den Stanley-Cup steht fest. Die Chicago Blackhawks, zuletzt 2010 Sieger, warfen den Titelverteidiger L.A. Kings aus dem Wettbewerb, im letzten Spiel mit Hilfe eines Hattricks ihres größten Stars, Rechtsaußen Patrick Kane, der aus der Entfernung ohne Helm glatt als Double des großen Bobby Hull durchgehen könnte. Die wichtigsten Spieler der Blackhawks, seit 1926 in der NHL, Stanley-Cup-Sieger 1934, 1938, 1961 und 2010, sind neben Kane Jonathan Toews, Patrick Sharp, Duncan Keith (der beim letzten Cup-Sieg sieben Zähne verlor), Marian Hossa, Brent Seabrook und Torwart Corey Crawford, der im Conference Final sein Gegenüber, Superstar Jonathan Quick ausstach.
Auf der anderen Seite die Boston Bruins, seit 1924 NHL-Mitglied, Stanley-Cup-Champion 1929, 1939, 1941, 1970, 1972 und 2011. Mit der im Gegensatz zu Chicago weitgehend zusammengebliebenen Siegermannschaft von 2011 haben die Bruins im Conference Final in äußerst beeindruckender Manier die Pittsburgh Penguins um ihre Superstars Sidney Crosby und Evgeny Malkin ausgeschaltet, mit 4-0 Siegen und 12:2 Toren. Zwei Tore in vier Spielen gegen diesen überragenden Angriff zuzulassen spricht Bände über die Defensivqualität der Bruins. Diese ist in erster Linie darauf zurückzuführen, daß Coach Claude Julien beim Verteidigen gegen die gegnerischen Topreihen vor allem auf sein Verteidigerpaar Chara-Seidenberg setzt und nur in zweiter Linie auf defensiv ausgerichtete Sturmreihen. Chara-Seidenberg sind das wohl beste "shut-down-pair" der Liga, wenn es darauf ankommt, spielen sie über 25 Minuten. Sie hatten bereits vor zwei Jahren großen Anteil am Finalsieg über Vancouver, hielten damals die Sedin-Zwillinge weitgehend in Schach. Übersehen wird angesichts der Abwehrstärke der Bruins, zu der auch die weiteren Verteidiger (Ference, Boychuk, McQuaid, Krug, Hamilton) und vor allem Torhüter Tukka Rask, der aus dem großen Schatten von Tim Thomas herauszutreten verspricht, beitragen, daß ihr Sturm ebenfalls sehr gefährlich ist. In den vergangenen zwei Jahren haben sich die jetzt im besten Alter befindlichen Angreifer weiterentwickelt, sind gereift. Man muß mit ihnen rechnen, das war beim Triumpf vor zwei Jahren nicht unbedingt so. Heute haben die Bruins mit Krejci-Lucic-Horton eine absolute Topreihe und eine zweite mit Bergeron-Marchand-Jagr, die praktisch genau so stark ist. Wegen dieser Ausgeglichenheit sind die Bruins für mich favorisiert, den Cup zu gewinnen und es damit der letzten Bruins-Dynastie nachzutun, die auch zwei Cups in drei Jahren geholt hatte.
Auf der anderen Seite die Boston Bruins, seit 1924 NHL-Mitglied, Stanley-Cup-Champion 1929, 1939, 1941, 1970, 1972 und 2011. Mit der im Gegensatz zu Chicago weitgehend zusammengebliebenen Siegermannschaft von 2011 haben die Bruins im Conference Final in äußerst beeindruckender Manier die Pittsburgh Penguins um ihre Superstars Sidney Crosby und Evgeny Malkin ausgeschaltet, mit 4-0 Siegen und 12:2 Toren. Zwei Tore in vier Spielen gegen diesen überragenden Angriff zuzulassen spricht Bände über die Defensivqualität der Bruins. Diese ist in erster Linie darauf zurückzuführen, daß Coach Claude Julien beim Verteidigen gegen die gegnerischen Topreihen vor allem auf sein Verteidigerpaar Chara-Seidenberg setzt und nur in zweiter Linie auf defensiv ausgerichtete Sturmreihen. Chara-Seidenberg sind das wohl beste "shut-down-pair" der Liga, wenn es darauf ankommt, spielen sie über 25 Minuten. Sie hatten bereits vor zwei Jahren großen Anteil am Finalsieg über Vancouver, hielten damals die Sedin-Zwillinge weitgehend in Schach. Übersehen wird angesichts der Abwehrstärke der Bruins, zu der auch die weiteren Verteidiger (Ference, Boychuk, McQuaid, Krug, Hamilton) und vor allem Torhüter Tukka Rask, der aus dem großen Schatten von Tim Thomas herauszutreten verspricht, beitragen, daß ihr Sturm ebenfalls sehr gefährlich ist. In den vergangenen zwei Jahren haben sich die jetzt im besten Alter befindlichen Angreifer weiterentwickelt, sind gereift. Man muß mit ihnen rechnen, das war beim Triumpf vor zwei Jahren nicht unbedingt so. Heute haben die Bruins mit Krejci-Lucic-Horton eine absolute Topreihe und eine zweite mit Bergeron-Marchand-Jagr, die praktisch genau so stark ist. Wegen dieser Ausgeglichenheit sind die Bruins für mich favorisiert, den Cup zu gewinnen und es damit der letzten Bruins-Dynastie nachzutun, die auch zwei Cups in drei Jahren geholt hatte.
Freitag, 7. Juni 2013
Aufrichtiges Mitgefühl, OFC
Was für ein Jammer! Langjährige Mißwirtschaft und ein (nicht nur wirtschaftlich) mißglückter Stadionneubau scheinen das Ende der Offenbacher Kickers als Teilnehmer am Profifußball herbeigeführt zu haben.
Die einen sagen, die Verantwortlichen seien genau informiert gewesen, was sie beim DFB einzureichen und nachzuweisen gehabt hätten und was nicht, sie hätten sich dumm gestellt in der Hoffnung, es würde irgendwie gut gehen. Die anderen sagen, sie hätten eigentlich alle geforderten Leistungen und Nachweise erbracht, nur ein bisschen anders, mit etwas Goodwill hätte der DFB die Unterlagen abnicken können. Es war also entweder Naivität (gar Dreistigkeit?) des OFC-Vorstandes oder wieder einmal der böse DFB. Schon hebt das Gemurre an, andere (z.B. aus Rheinland-Pfalz) betrögen seit zehn Jahren, Dortmund und die Eintracht seien damals vom DFB ganz anders behandelt worden etc. Das können andere sicher besser beurteilen als Fans von Kickers und der Eintracht (die ja von manchen Offenbachern sowieso nur als "Lizenzbetrüger" tituliert wird).
Schade ist es so oder so, ein Verein wie die Kickers hat das Potential, sich mit 10.000 bis 15.000 Zuschauern in der zweiten Liga zu etablieren, wenn man die eigenen Möglichkeiten realistisch einschätzt und das beste daraus macht. Man müßte sich halt auf das besinnen, was den Club ausgezeichnet hat. D.h. intensive Nachwuchsförderung und Talentsichtung in der Region, auf eine Rolle als Ausbildungsverein einlassen und wirtschaftlich das Terrain erobern, das der FSV sich gerade anschickt, zu erobern, mangels Fanbasis und Rückhalt in Stadt und Region aber noch nicht eingenommen hat. Und am besten noch eine andere, neue, Fankultur etablieren, die über Randale und "Tod und Haß der SGE"-, "Judenpack"- und "Zigeunerpack"-Rufen hinausgeht, um mehr "bürgerliche" Fans ins Stadion zu locken, anstatt sich als pöbelnder Mob zu gerieren. Leider kann sich gerade ein Verein dieser Größe keine Fehlgriffe im Vorstand leisten, das ist es, was Offenbach und Rot-Weiss Essen im Gegensatz zu Clubs wie Freiburg, Mainz oder aktuell Augsburg nicht beherzigt haben und was sie von Eintracht u.a., die "to big to fail" sind, unterscheidet. Denn auch die SGE hat unter jahrelanger Mißwirtschaft bis heute zu leiden, aber sie ist nie ganz untergegangen.
Wer einmal Thomas Kalt in einem Interview gesehen hat, der konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, daß dieser Mann fähig sein könnte, einen Verein mit Zweitligaambitionen zu führen.
Da meine Beziehung zum OFC, obwohl ich seit Jahrzehnten Eintracht-Anhänger bin, immer von Wertschätzung und Respekt gekennzeichnet war, hier zum Ausdruck meines Bedauerns ein paar Fundstücke aus meinem Archiv, verbunden mit dem frommen Wunsch, es möge einmal wieder so werden, wie es vor der Bundesliga war - beide erstklassig, für eine unterschiedliche Kultur stehend, in sportlich-fairer Konkurrenz zueinander stehend, aber außerhalb des Spielfeldes mit Respekt und Achtung voreinander.
Die einen sagen, die Verantwortlichen seien genau informiert gewesen, was sie beim DFB einzureichen und nachzuweisen gehabt hätten und was nicht, sie hätten sich dumm gestellt in der Hoffnung, es würde irgendwie gut gehen. Die anderen sagen, sie hätten eigentlich alle geforderten Leistungen und Nachweise erbracht, nur ein bisschen anders, mit etwas Goodwill hätte der DFB die Unterlagen abnicken können. Es war also entweder Naivität (gar Dreistigkeit?) des OFC-Vorstandes oder wieder einmal der böse DFB. Schon hebt das Gemurre an, andere (z.B. aus Rheinland-Pfalz) betrögen seit zehn Jahren, Dortmund und die Eintracht seien damals vom DFB ganz anders behandelt worden etc. Das können andere sicher besser beurteilen als Fans von Kickers und der Eintracht (die ja von manchen Offenbachern sowieso nur als "Lizenzbetrüger" tituliert wird).
Schade ist es so oder so, ein Verein wie die Kickers hat das Potential, sich mit 10.000 bis 15.000 Zuschauern in der zweiten Liga zu etablieren, wenn man die eigenen Möglichkeiten realistisch einschätzt und das beste daraus macht. Man müßte sich halt auf das besinnen, was den Club ausgezeichnet hat. D.h. intensive Nachwuchsförderung und Talentsichtung in der Region, auf eine Rolle als Ausbildungsverein einlassen und wirtschaftlich das Terrain erobern, das der FSV sich gerade anschickt, zu erobern, mangels Fanbasis und Rückhalt in Stadt und Region aber noch nicht eingenommen hat. Und am besten noch eine andere, neue, Fankultur etablieren, die über Randale und "Tod und Haß der SGE"-, "Judenpack"- und "Zigeunerpack"-Rufen hinausgeht, um mehr "bürgerliche" Fans ins Stadion zu locken, anstatt sich als pöbelnder Mob zu gerieren. Leider kann sich gerade ein Verein dieser Größe keine Fehlgriffe im Vorstand leisten, das ist es, was Offenbach und Rot-Weiss Essen im Gegensatz zu Clubs wie Freiburg, Mainz oder aktuell Augsburg nicht beherzigt haben und was sie von Eintracht u.a., die "to big to fail" sind, unterscheidet. Denn auch die SGE hat unter jahrelanger Mißwirtschaft bis heute zu leiden, aber sie ist nie ganz untergegangen.
Wer einmal Thomas Kalt in einem Interview gesehen hat, der konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, daß dieser Mann fähig sein könnte, einen Verein mit Zweitligaambitionen zu führen.
Da meine Beziehung zum OFC, obwohl ich seit Jahrzehnten Eintracht-Anhänger bin, immer von Wertschätzung und Respekt gekennzeichnet war, hier zum Ausdruck meines Bedauerns ein paar Fundstücke aus meinem Archiv, verbunden mit dem frommen Wunsch, es möge einmal wieder so werden, wie es vor der Bundesliga war - beide erstklassig, für eine unterschiedliche Kultur stehend, in sportlich-fairer Konkurrenz zueinander stehend, aber außerhalb des Spielfeldes mit Respekt und Achtung voreinander.
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| Schön war es auf dem Berg. Ein tolles Stadion, zahlreiche und treue Fans und eine Mannschaft aus Offenbach für Offenbach. |
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| Wie schon auf dem vorangegangenen Bild zu sehen: Der für die Freitagabendspiele berühmte Berg hatte nur zwei Flutlichtmasten! |
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| Ein Bild mit großem Symbolcharakter: Der OFC ist abgebrannt. |
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| Das Bild täuscht etwas, Kulissen wie diese und Zuschauerzahlen jenseits der 20.000 gab es in den letzten 25 Jahren kaum noch. |
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| Das Schicksal wollte es so, daß ich in der Saison 81/82 alle Heimpunktverluste des Aufstiegsaspiranten im Stadion erlebte. |
Mittwoch, 5. Juni 2013
Stadionalbum 28: Blöde Bundesligastadien
Früher, als Arena noch ein Fremdwort war, gab es sie öfter, die städtischen Mehrzweckstadien mit 3.000 bis 4.000 meist überdachten Sitzplätzen auf einer Haupttribüne, Laufbahn und weit vom Spielfeld entfernten Kurventribünen mit relativ flachen Stehplatzstufen. Die Kapazitäten reichten oftmals, unter früheren, lockereren Bestimmungen, an die 40.000 heran, vereinzelt auch mehr. Die Atmosphäre blieb oft steril, Stimmung kam hier kaum auf. Es handelte sich bei den jeweiligen Standorten auch überwiegend nicht um Fußballhochburgen.
Erst nach der Jahrtausendwende entstand in den Komunen eine Bereitschaft, in Stadien zu investieren, die keine Leichtathletikanlagen beinhalteten.
Erst nach der Jahrtausendwende entstand in den Komunen eine Bereitschaft, in Stadien zu investieren, die keine Leichtathletikanlagen beinhalteten.
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| Häßlich, unwirtlich, ein typisches DDR-Stadion, inklusive der charakteristischen Flutlichtmasten ("Giraffen"). Inzwischen durch Abriß und Neubau "verwestlicht". |
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| Das Bochumer Stadion vor seinem Umbau in ein reines Fußballstadion. Großen Fußball gab es hier selten, für den VfL wurde quasi der Begriff "graue Maus" erfunden. |
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| Nochmal Karlsruhe. Weil es voll doch ganz schön aussieht. |
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| Der 1.FC Saarbrücken gehörte der Bundesliga insgesamt viermal an, u.a. im ersten Spieljahr, blieb aber nur einmal länger als eine Saison im Oberhaus. |
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| Das ist genau das Stadion, das dieser Club verdient. |
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