"if you can't beat them in the alley, you can't beat them on the Ice" - (Conn Smythe) Aus dem Poesiealbum der Broad Street Bullies, der deutschen Nationalmannschaft gewidmet!

Dienstag, 7. Dezember 2021

7. Dezember

 Ich hatte ja den Roadtrip mit meinem Bruder erwähnt, den wir 2000 gemacht hatten. Es ging los in New York City.

 

 

Drive-by-Foto vom Times Square, wo Werbung für die Übertragung der Stanley-Cup-Finalserie zwischen NewJersey und Dallas gemacht wurde. Eishockeywerbung an prominentester Stelle, das gefiel mir natürlich. New York City und Manhattan waren nur eine durchgangsstation, die Sehenswürdigkeiten der Stadt waren nicht unser primäres Ziel, kannten wir eh schon.

Die Sportstätte in Manhatten, allerdings lief hier gerade nichts.

Shea Stadium in Queens, unweit des JFK-Flughafens, daher auch beim Anflug zu sehen. Anfang der 60er Jahre eröffnet für die neuen NY Mets, außerdem Heimat der NFL-Mannschaft NY Jets. Bis 1976 etwa, als das "Giants Stadium" in East Rutherford, New Jersey eröffnet wurde und beide New Yorker NFL-Teams aufnahm - und den NASL-Club Cosmos mit Pele und ab 1977 auch Beckenbauer.

Shea, wie es in der Neuzeit, also in den 90ern etwa, aussah. Weit im Hintergrund ist Manhatten zu sehen, Empire State Building links, World Trade Center rechts. Unser Hotel war auch in Queens, etwas näher an Manhatten und am Flughafen, mit einem Donut-Wagen am Straßenrand, wo tatsächlich fast dauernd ein Streifenwagen mit mampfenden Cops stand!

Yankee Stadium, wie der Spitzname des Teams andeutet im Stadtteil Bronx gelegen. Wir haben, wie erwähnt nicht viel in Manhattan unternommen, ein bisschen gebummelt, den Strand Bookstore besucht, und in einem Laden hielt ich einen alten Schwarz-Weiß-Abzug in der Hand, auf dem Yankee-Stadium und Polo Grounds, das Stadion der Baseball-Giants, gleichzeitig zu sehen waren, nur durch den Harlem River getrennt (ähnlich wie es Aufnahmen gibt, die beide Stadien von Nottngham gleichzeitig zeigen). Das Bild war auf einen gewöhnlichen Pappkarton aufgezogen, was nicht sehr ansprechend aussah und mich vom Kauf abgehalten hat! Habe ich jemals wieder eine Abbildung von Yankee Stadium UND Polo Grounds in Händen gehabt oder auch nur im Internet gesehen? Nein!

  

Nach eineinhalb Tagen in NYC fuhren wir weiter, durch das idyllische New Jersey nach Upstate New York ... .

Montag, 6. Dezember 2021

6. Dezember

 

Weil es so schön ist noch mehr Wintersport. Das Eisstadion zu Arosa, mutmasslich in den 50er Jahren. Dick eingemummte Zuschauer, einige Feriengäste genießen gediegen auf der Dachterasse des nahen Hotels, auf dem Eis verwegene Burschen ohne Helme - ein tolles Bild.

 

Sonntag, 5. Dezember 2021

5. Dezember

 

Passend zum 2. Advent: winterliche Stimmung in Hessen. Das Colonel Knight Stadion, heißt heute immer noch nach dem Oberst der US-Army, der für die Errichtung des Stadions im Kurpark verantwortlich war. Längst überdacht, war das Stadion mit offiziell 4.800 Plätzen bis 1982 nicht aus dem Eishockey-Oberhaus wegzudenken. Ob Elvis während seiner Dienstzeit in der Army mal hier Schlittschuh lief, weiß ich nicht, aber der King wohnte über ein Jahr in der Nähe.


So sah es zu Bundesligazeiten aus, als die Philipp-Brüder, Knihs, Pöpel, Kadow, Schoof, Keller, Langner, Fauerbach und Co. die großen aus Bayern, Berlin, Köln und Düsseldorf das fürchten lehrten. An allen Seiten offen und somit ein echter Wintersportort, wie in vielen Bundesligastädten bis in die 80er Jahre.


4. Dezember

 



Horst Eckel zum zweiten: da ich ein Bisschen Zeit hatte, ein paar Bilder erneut einzuscannen, hier noch einmal Wankdorf - und keiner wankt. Kein Erfolg der Nationalmannschaft wurde so mit Bedeutungen und leider auch Pathos aufgeladen wie der WM-Sieg 1954. Eine Mannschaft, die ihrem Trainer willen- und bedingungslos folgte, so wie sie und (fast) das ganze Volk einige Jahre vorher bedingungslos gefolgt waren. Die meisten Spieler waren Kriegsveteranen und so gab es keinerlei Irritationen, als zehntausende Deutsche im Stadion nach dem Spiel "Deutschland Deutschland über alles" sangen. Schade, denn auch ohne die Mystifizierung zur angeblich wahren Gründung der Bundesrepublik durch den Sieg der Herberger-Elf wäre es eine tolle, Hollywoodfilm-reife Geschichte gewesen. Davon, wie eine reine Amateurmannschaft mit Spielern aus einem lupenreinen Amateurligabetrieb einer 5-staffeligen Oberliga, während es andernorts schon eingleisige Profiligen gab, sich gegen unschlagbar scheinende Ungarische Staatsamateure in einem Finale durchsetzten, obwohl sie nach 8 Minuten bereits 2:0 zurücklagen. Und wie ausgerechnet ein schwer zu bändigender Freigeist (zu einem solchen hätte ihn zumindest das Hollywood-Drehbuch gemacht) wie Helmut Rahn im Finale zwei Tore schießt. Der nur spielte, weil der äußerst gestrenge, auf Tugend und Moral setzende Trainer Herberger ausgerechnet hier eine Schwäche für den Unangepassten zeigte.

Leider gibt es nur einen deutschen Film darüber und der vergeudet sein Potenzial für einen guten Sportfilm zugunsten eines mittelmäßigen Kriegsheimkehrerdramas. Dieser Teil des Films fügt der Geschichte nichts hinzu und schadet der Heldenstory. Wenn schon Drama und Realität, warum dann nicht die Spieler 10 Jahre zuvor in Uniform, auf dem Vormarsch bzw. schon wieder auf dem Rückmarsch durch Europa? Ottmar Walter im Krankenbett, nicht, weil ihn ein Gegenspieler umgetreten hat, sondern, weil er für Führer und Vaterland verwundet wurde und dergleichen mehr. Ach - was verstehe ich schon von Erfolgsstoffen fürs Kino.  

Freitag, 3. Dezember 2021

3. Dezember

 


 Finde das Stadion: 

Aus gegebenem Anlaß der Ort, an dem heute das Fritz-Walter-Stadion steht. Der legendäre Betzenberg, im Gesamtbild der Stadt Kaiserslautern eher ein Hügel. Mit Horst Eckel ist der letzte noch lebende Weltmeister von 1954 verstorben. Heute nicht mehr vorstellbar, aber damals stellte der FCK, die "roten Teufel", das größte Kontingent in der Nationalmannschaft! Neben den Walter-Brüdern noch Kohlmeyer, Werner Liebrich und eben Eckel, der Jüngste der Herberger-Elf. Er half auch mit, zwei deutsche Meistertitel in die Pfalz zu holen. Eckel spielte "Läufer", eine Mischung aus Außenverteidigung und defensivem Mittelfeld (hinten spielten 2 Vorstopper, davor die Läuferreihe mit 2 Außen- und einem Mittelläufer, vorne 5 Stürmer - so die in den 50er Jahren verbreitetste Aufstellung, auch bei der Eintracht 1959!), war ein Laufstarker Abfänger und Ballschlepper, der sich völlig selbst- und bedingungslos in den Dienst der Mannschaft stellte.

Das Stadion in der hier gezeigten Konfiguration der 70er Jahre, sah zu Eckels Zeiten noch anders aus, ohne die zwei überdachten Tribünen an den Geraden.



Eines meiner Lieblingsstücke, der Betze in den 70ern.

Mittwoch, 1. Dezember 2021

2. Dezember

 


 Andenken an einen Roadtrip, den ich mit meinem Bruder 2000 unternommen hatte. Und dem ich eigentlich mal einen Post widmen könnte (... wenn ich dazu käme, die ca. 75% meiner Stadionansichtskartensammlung, die beim Totalschaden meines letzten Computers verloren gegangen sind, neu einzuscannen). Jedenfalls kamen wir auch durch Ann Arbor, Michigan, Heimat der University of Michigan. Für den etwas anspruchsvolleren Europäer erscheinen die Universitätsstädte der USA oftmals wie Inseln der Intellektualität, Kultiviertheit und auch der (Sub-) Kultur in einem ansonsten kulturlosen Land. Auch wenn diverse College-Filme etwas anderes suggerieren mögen. In Ann Arbor wie auch in anderen Uni-Städten gibt es Cafes, Buch- und Plattenläden, Galerien und natürlich einen großartigen Campus. Und - hier hört die Kultiviertheit auf - ein Football-Team, das vor 110.000 Zuschauern spielt. Die University of Michigan Wolverines sind ein absolutes Football-Powerhouse, blicken auf eine Ruhmreiche Tradition zurück und haben zahlreiche spätere NFL-Stars hervorgebracht - u.a. den aktuellen Coach Jim Harbaugh. Der hatte schon hier gespielt, unter dem herrischen Bo Schembechler, dann unter dem noch schlimmeren Mike Ditka bei den Bears, ehe er seine beste Zeit bei den Indianapolis Colts hatte. Als Coach war er in der NFL mit den 49ers in der legendären Stromausfall-Superbowl gegen die von seinem Bruder John gecoachten Baltimore Ravens unterlegen. Ein bisschen später Trost dafür, daß John Harbaugh es nicht zu einer nennenswerten Spielerkarriere gebracht hatte.

Die Karte habe ich damals in Ann Arbor gekauft. Ich war nie ein Groundhopper, habe auch nicht vor, noch einer zu werden, aber wo ich eine Stadionansichtskarte sehe, nehme ich sie natürlich mit.

1. Dezember

 


 Aus gegebenem Anlass: Das Stadion der Green Bay Packers, in den 50er Jahren. Als es noch nicht an der Tagesordnung war, daß NFL-Spiele von mehr als 40.000 Zuswchauern besucht wurden. Und als Einzelne mit Geschwurbel noch nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen hätten, wie es heute z.B. der formidable Quarterback Aaron Rogers erreicht hat. Leider erwies er sich mit seinen Einlassungen zum Thema Corona/Immunität als ausgemachter Einfallspinsel, womit wieder mal bewiesen war, daß man von Profisportlern keine großen Geistesgaben erwarten sollte.