"if you can't beat them in the alley, you can't beat them on the Ice" - (Conn Smythe) Aus dem Poesiealbum der Broad Street Bullies, der deutschen Nationalmannschaft gewidmet!
Dienstag, 7. Juli 2020
Donnerstag, 28. Mai 2020
Höhepunkte der Sammlung - heute: Berliner Sportpalast
Wenn ich schon keine Ansichtskarte mit der Eissporthalle an der Jaffestraße finde, dann sei hier wenigstens eine frühere Heimstätte des Berliner Eishockey präsentiert. Der Berliner Schlittschuhclub hatte vor dem 2. Weltkrieg davon profitiert, daß Berlin eine der wenigen Städte in Deutschland war, die über Kunsteisflächen verfügte. U.a. deshalb war der Schlittschuhclub das Maß aller Dinge und errang 16x die deutsche Meisterschaft. Gespielt wurde auch im Sportpalast, vor teilweise imposanten Kulissen, Eishockey war durchaus "in" im Berlin der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Dann kam der Krieg und der Sportpalast, eigentlich ein Ort des Vergnügens und der Zerstreuung, von den im Stechschritt marschierenden, Bücher verbrennenden, brüllenden, dem Land die Kultur austreibenden Nazis gerne als Schauplatz gigantomanischer Propagandaveranstaltungen mißbraucht, wurde durch Bombentreffer weitgehend zerstört.
Ende der 40er Jahre wurde dann begonnen, auf dem Fundament und in den stehengebliebenen Mauern des alten Palastes, eine Eis-Arena aufzubauen, wie auf der Karte zu sehen mit teilweise überdachten Tribünen.
Ende der 40er Jahre wurde dann begonnen, auf dem Fundament und in den stehengebliebenen Mauern des alten Palastes, eine Eis-Arena aufzubauen, wie auf der Karte zu sehen mit teilweise überdachten Tribünen.
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Das war der Sportpalast vor dem Krieg. Sehr elegant und gediegen. Die Sport- und Unterhaltungsveranstltungen zogen Zuschauermassen jeglicher Coleur an, vom Fabrikbesitzer bis zum Arbeiter.
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Mittwoch, 13. Mai 2020
Bundesliga 2020 reboot
Nun geht es also bald doch weiter mit dem Bundesliga-Fußball. Als Eintracht-Anhänger kann man das nur bedauern, war die Eintracht doch zuletzt wieder die formschwächste Mannschaft der Liga gewesen.
Ende der Hinrunde hatte ich ja noch geunkt, es gebe keinen Anlaß zu erwarten, daß die SGE, zu jenem Zeitpunkt schlechteste Bundesliga-Mannschaft, in der kurzen Pause das Steuer würde herumreißen können. Nach der Winterpause hatte mich das Hütter-Team mit guten Ergebnissen dank fokussierter Leistungen ja noch Lügen gestraft. Dann aber folgten drei denkbar schwache Bundesligaspiele und die Heimblamage gegen Basel und leider war die Eintracht wieder die schwächste Mannschaft der Liga. Zum Glück kam dann die Pause schon nach nur drei Spielen und nicht wie in der Hinrunde erst nach 7 Partien (oder waren es 9?) als fortwährendem Offenbarungseid. Insgesamt scheint die Eintracht 2019/2020, mit Ausnahme der ersten 4-5 Spiele der Rückrunde nur in der Lage, ein- bis zweimal pro Monat eine gute Leistung auf den Platz bringen zu können und zwar wettbewerbsübergreifend. Gut gegen Leverkusen, gegen Bayern, im Europacup eine Halbzeit in London und im Hinspiel gegen Salzburg, sowie die genannten Spiele zum Rückrundenauftakt. das wars. Die spielerische Klasse, deren Fehlen die Autoren der Frankfurter Rundschau in der Rückrunde bemängelten, suggerierend, es hätte sie in der Hinrunde gegeben, fehlt meiner Meinung nach schon die ganze Saison. Auch die Bayern wurden nicht in erster Linie mit spielerischem Glanz besiegt, aber mit viel Herz und Willen. Genau das, was der Mannschaft in den meisten Spielen abgeht. Eine Frage der Einstellung der Spieler, des Charakters und der Kaderzusammenstellung. Da ist für die verbleibenden Spiele nicht mit großen Verbesserungen zu rechnen. Man kann also in Frankfurt nur hoffen, daß das Punktepolster der Eintracht auf die Abstiegsplätze reicht, um dieses Jahr drinzubleiben. Aus eigener Kraft werden sie nicht mehr weiter nach vorne kommen, jetzt fangen die Spieltage an, an denen schon in den vergangenen Jahren nicht mehr viel lief.
Zum Glück gibt es Wichtigeres.
Denn im Grunde zeigt doch die Tatsache, daß dem Fußball hierzulande eine solche Bedeutung zugeschrieben wird, daß sich so viele Menschen so ernsthaft und mit so vielen Emotionen mit ihm befassen, wie gut es uns geht. Mit wirklich wichtigen Dingen, dem Überleben an sich oder wenigstens einer stabilen, gesicherten Existenz, beschäftigen sich in unserem Land nur wenige.
Mal ehrlich: was macht es, wenn Clubs, die seit Jahren mißwirtschaften, auf Pump leben, Geld ausgeben, das sie (noch) gar nicht haben, folgerichtig in die Pleite gehen und von der Bildfläche verschwinden? Kein Schalke, Hertha oder Dortmund im Profifußball? Für ein paar Jahre nur, dann kämen sie ja sowieso wieder - Eishockey läßt grüßen. Ja und! Was soll daran so schlimm sein. In der Wirtschaft - und es wird ja dauernd darauf gepocht, daß die Clubs Wirtschaftsunternehmen seien - sind schon gesündere Unternehmen verschwunden.
Get a life!
Vielleicht haben DFL, Sky und Bild ja deshalb so einen Druck gemacht. Schnell wieder anfangen, bevor die Leute merken, daß gar keine Lebensqualität verloren geht, wenn es keinen Bundesliga-Fußball gibt.
In diesem Sinne viel Spaß mit "FIFA 20", dem endlich für alle sichtbar gewordenen wahren Charakter des "Spieles", zu dem es Rummenigge und Co. in den letzten Jahren gemacht haben.
Mittwoch, 18. März 2020
Stadionalbum, neue Folge: MLB midcentury
Die höchste US-Amerikanische Baseball-Liga, major league, unterteilt in die ältere, in den 1870er Jahren entstandene "National League" und die um die Jahrhundertwende 1900 entstandene "American League", war bis in die 50er Jahre eine Angelegenheit der Ostküste, des "rust belt" von Pennsylvania und Ohio bis an die großen Seen und hatte die westlichste Ausdehnung in St. Louis. In den 50er und 60er Jahren kam es dann zu einigen Ortswechseln alteingesessener Mannschaften und schließlich auch zur Besiedlung bis dahin ignorierter Regionen. Dies machte entweder den kompletten Neubau von Stadien oder den Ausbau bereits vorhandener minor league-Stadien erforderlich.
Hier eine kleine Auswahl von in den besagten Jahrzehnten hinzugekommenen Stadien:
Hier eine kleine Auswahl von in den besagten Jahrzehnten hinzugekommenen Stadien:
Donnerstag, 20. Februar 2020
Kobelhang revisited
Nochmal eine Reminiszenz an eine längst vergangene Zeit. In Füssen, der Kleinstadt im Allgäu, Einwohnerzahl in den letzten Jahrzehnten so um 12.000 - 14.000, schlug einmal das Herz des Deutschen Eishockey. Vom kaum besiegbaren Serienmeister in den 50er Jahren, der auch international durchaus konkurrenzfähig war, über den allmählichen Verlust der Vorherrschaft in den 60er Jahren, als die 1958 gegründete Bundesliga erste Früchte in Sachen Leistungsdichte und Professionalisierung trug, dem Fall ins Mittelmaß in den 70ern und letztlich dem Sturz in die Zweitklassigkeit in den 80ern: Füssen blieb immer ein unerschöpflicher Quell für Nachwuchs, ohne den das Deutsche Eishockey nicht denkbar gewesen wäre. Ein Erstligist, dessen kompletter Kader aus Einheimischen aus der eigenen Jugend besteht? Würden heute nicht mal Mannheim oder Berlin hinkriegen. Heute spielen in der höchsten Deutschen Spielklasse - zumindest gefühlt - mehr Spieler aus ECHL oder AHL als aus der Deutschen Nachwuchsliga und wahrscheinlich gab es in den 70ern, bei maximal 12 Clubs und kleineren Kadern als heute, Spielzeiten, wo mehr Füssener Spieler in der Bundesliga spielten, als heute Deutsche (d.h. in Deutschland geborene) in der gesamten DEL. Da ich schonmal in der Vergangenheit über den EV Füssen geschrieben hatte, will ich es dabei belassen und die schönen Bilder wirken lassen, Winterromantik pur. Eine schöne Arbeit über den Kobelhang hatte übrigens der vortreffliche Günter Klein im absolut lesenswerten Buch über "30 Jahre Eishockey-Bundesliga" verfasst. Einziger Mangel des Buches, das eigentlich Pflichtlektüre ist: Mangelhafte Statistiken, das Ärgernis aller Werke über das Deutsche Eishockey vor 2000.
Mittwoch, 19. Februar 2020
Stadionalbum neue Folge: MLB-Stadien mit den längsten "Dienstzeiten"
Aus gegebenem Anlass - Spring Training steht vor der Tür - soll nochmal an (größtenteils) vergangene aber nicht vergessenen Kultstätten des Baseball erinnert werden, fast alle aus der Zeit, als die Holztribünen abgelöst wurden und überall Stahlbeton als Baumaterial verfügbar wurde. Daher ist die Zeit zwischen 1909 und 1915 als Zeit der "concrete and steel Ballparks" in die Geschichte eingegangen. Gibt sicher einige Überschneidungen mit früheren MLB-Alben, das bitte ich nachzusehen.
Hier eine Top 10 mit den Stadien, in denen die meisten Jahre ununterbrochen MLB-Teams zu Hause waren. Yankee Stadium ist nicht dabei, weil Yankee Stadium 1 1973 abgerissen wurde und nach der Baupause Yankee Stadium 2 drei Jahre später an gleicher Stelle eröffnet wurde.
1. Fenway Park, Boston - 106 Jahre (1914-2020)
2. Wrigley Field, Chicago - 104 Jahre (1916-2020)
Hier eine Top 10 mit den Stadien, in denen die meisten Jahre ununterbrochen MLB-Teams zu Hause waren. Yankee Stadium ist nicht dabei, weil Yankee Stadium 1 1973 abgerissen wurde und nach der Baupause Yankee Stadium 2 drei Jahre später an gleicher Stelle eröffnet wurde.
1. Fenway Park, Boston - 106 Jahre (1914-2020)
3. Tiger Stadium, Detroit - 87 Jahre (1912-1999)
4. Sportsman's Park, St. Louis - 84 Jahre (1882-1966)
5. Comiskey Park, Chicago - 80 Jahre (1910-1990)
6. Polo Grounds, New York City - 67 Jahre (1890-1957)
7. Forbes Field, Pittsburgh - 61 Jahre (1909-1970)
7. Shibe Park, Philadelphia - 61 Jahre (1909-1970)
7. Municipal Stadium, Cleveland - 61 Jahre (1932-1993)
10. Crosley Field, Cincinnati - 58 Jahre (1912-1970)
10. Dodger Stadium, Los Angeles - 58 Jahre (1962-2020)
Donnerstag, 13. Februar 2020
B. Sanders - doppelte Botschaft oder neues aus dem Hobbykeller
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