"if you can't beat them in the alley, you can't beat them on the Ice" - (Conn Smythe) Aus dem Poesiealbum der Broad Street Bullies, der deutschen Nationalmannschaft gewidmet!
Mittwoch, 3. Februar 2021
Freitag, 27. November 2020
Donnerstag, 20. August 2020
Zum Tod von Dale HAWERCHUK
Der hiesigen Presse keine Meldung wert, erfuhr ich die traurige Nachricht durch NHL.com: Dale Hawerchuk ist im Alter von nur 57 Jahren an Krebs gestorben. Mir ist er ein paar Zeilen wert, weil er der beste Eishockeyspieler ist, den ich je live, also nicht im Fernsehen sondern in einer Eishalle spielen sah.
Ich habe sicher einige sehr, sehr gute Spieler in Frankfurt und anderswo gesehen, Weltklassespieler, auch Spieler, die in ihren besseren Zeiten Weltmeistertitel (Chalupa, Dvorak, Lala, Lukac) gewonnen hatten oder NHL-Stammspieler waren (Simmer, Gare, Valentine, Lee, Sims, Frycer), Stanleycup-Sieger wie Pouzar und auch spätere Stars wie Shanahan und Sakic. Aber kein Spieler hat mich je so beeindruckt wie Dale Hawerchuk, als er in der WM-Vorbereitung 1989 mit dem Kanadischen Team in Frankfurt gegen die deutsche Nationalmannschaft antrat. Eine derartige Präsenz, Dynamik sowie läuferische und stocktechnische Finesse habe ich nie bei irgendeinem anderen Akteur auf dem Eis gesehen.
Von ihm gelesen hatte ich seit Mitte der 80er Jahre in den NHL-Jahrbüchern der "Sporting News" bzw. dem Jahrbuch 1986 von Zander Hollander und den damaligen Scouting Reports, wo er jahrelang zu den besten Spielern der Liga gezählt wurde. Dann gab es eine Zeit lang NHL-Zusammenfassungen in "Sportkanal" und anderen kleinen, obskuren Sendern. Zum ersten Mal im Fernsehen sah ich einen überragenden Hawerchuk in einer Zusammenfassung eines Spieles seiner Jets gegen die Calgary Flames, das die Jets 10:1 gewannen. Jene lange Zusammenfassung war übrigens von Gerd Rubenbauer kommentiert worden. Einen solchen Ausnahmespieler einmal auf Frankfurter Eis gesehen zu haben, erachte ich bis heute als einen Glücksfall.
Sein "Pech" war, daß er mit den Winnipeg Jets für ein Team spielte, das nicht genug in einen starken Kader investieren konnte, um an der damals übermächtigen Konkurrenz von Edmonton, Calgary und auch L.A. vorbeizukommen. Und für persönliche Lorbeeren in Form von Einzelauszeichnungen war die Konkurrenz durch Gretzky, Lemieux zu übermächtig. Er gehörte zu einer Handvoll Spieler, die in jeder anderen Ära mindestens eine Hart-Trophy gewonnen hätten und mit 130 Punkten auch die Art Ross-Trophy gewonnen hätte, wenn es nicht die Ära der zwei besten Scorer aller Zeiten gewesen wäre (Gretzky 4x über 200 Punkte und Lemieux, der fast nie 80 Saisonspiele schaffte mit mehrmals 160 bis 199), so daß er neben Savard, Messier, Stastny, Francis, Yzerman, Nicholls um nur die herausragendsten zu nennen, mit der zweiten Reihe vorlieb nehmen mußte.
Mehr über seine Erfolge, Verdienste, darüber, warum er trotz Ausnahmekönnen nicht die größte Bekanntheit genoß und wie seine Zeitgenossen an ihn zurückdenken, kann der Interessierte z.B. auf "The Hockey News" oder NHL.com nachlesen oder im englischsprachigen Wikipedia.
![]() |
| Ticket zum Länderspiel in der WM-Vorbereitung. Erstmals leibhaftige NHL-Profis in Person, live auf Frankfurter Eis, darunter auch der großartige Dale Hawerchuk. |
Dienstag, 7. Juli 2020
Donnerstag, 28. Mai 2020
Höhepunkte der Sammlung - heute: Berliner Sportpalast
Wenn ich schon keine Ansichtskarte mit der Eissporthalle an der Jaffestraße finde, dann sei hier wenigstens eine frühere Heimstätte des Berliner Eishockey präsentiert. Der Berliner Schlittschuhclub hatte vor dem 2. Weltkrieg davon profitiert, daß Berlin eine der wenigen Städte in Deutschland war, die über Kunsteisflächen verfügte. U.a. deshalb war der Schlittschuhclub das Maß aller Dinge und errang 16x die deutsche Meisterschaft. Gespielt wurde auch im Sportpalast, vor teilweise imposanten Kulissen, Eishockey war durchaus "in" im Berlin der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Dann kam der Krieg und der Sportpalast, eigentlich ein Ort des Vergnügens und der Zerstreuung, von den im Stechschritt marschierenden, Bücher verbrennenden, brüllenden, dem Land die Kultur austreibenden Nazis gerne als Schauplatz gigantomanischer Propagandaveranstaltungen mißbraucht, wurde durch Bombentreffer weitgehend zerstört.
Ende der 40er Jahre wurde dann begonnen, auf dem Fundament und in den stehengebliebenen Mauern des alten Palastes, eine Eis-Arena aufzubauen, wie auf der Karte zu sehen mit teilweise überdachten Tribünen.
Ende der 40er Jahre wurde dann begonnen, auf dem Fundament und in den stehengebliebenen Mauern des alten Palastes, eine Eis-Arena aufzubauen, wie auf der Karte zu sehen mit teilweise überdachten Tribünen.
![]() |
Das war der Sportpalast vor dem Krieg. Sehr elegant und gediegen. Die Sport- und Unterhaltungsveranstltungen zogen Zuschauermassen jeglicher Coleur an, vom Fabrikbesitzer bis zum Arbeiter.
|
Mittwoch, 13. Mai 2020
Bundesliga 2020 reboot
Nun geht es also bald doch weiter mit dem Bundesliga-Fußball. Als Eintracht-Anhänger kann man das nur bedauern, war die Eintracht doch zuletzt wieder die formschwächste Mannschaft der Liga gewesen.
Ende der Hinrunde hatte ich ja noch geunkt, es gebe keinen Anlaß zu erwarten, daß die SGE, zu jenem Zeitpunkt schlechteste Bundesliga-Mannschaft, in der kurzen Pause das Steuer würde herumreißen können. Nach der Winterpause hatte mich das Hütter-Team mit guten Ergebnissen dank fokussierter Leistungen ja noch Lügen gestraft. Dann aber folgten drei denkbar schwache Bundesligaspiele und die Heimblamage gegen Basel und leider war die Eintracht wieder die schwächste Mannschaft der Liga. Zum Glück kam dann die Pause schon nach nur drei Spielen und nicht wie in der Hinrunde erst nach 7 Partien (oder waren es 9?) als fortwährendem Offenbarungseid. Insgesamt scheint die Eintracht 2019/2020, mit Ausnahme der ersten 4-5 Spiele der Rückrunde nur in der Lage, ein- bis zweimal pro Monat eine gute Leistung auf den Platz bringen zu können und zwar wettbewerbsübergreifend. Gut gegen Leverkusen, gegen Bayern, im Europacup eine Halbzeit in London und im Hinspiel gegen Salzburg, sowie die genannten Spiele zum Rückrundenauftakt. das wars. Die spielerische Klasse, deren Fehlen die Autoren der Frankfurter Rundschau in der Rückrunde bemängelten, suggerierend, es hätte sie in der Hinrunde gegeben, fehlt meiner Meinung nach schon die ganze Saison. Auch die Bayern wurden nicht in erster Linie mit spielerischem Glanz besiegt, aber mit viel Herz und Willen. Genau das, was der Mannschaft in den meisten Spielen abgeht. Eine Frage der Einstellung der Spieler, des Charakters und der Kaderzusammenstellung. Da ist für die verbleibenden Spiele nicht mit großen Verbesserungen zu rechnen. Man kann also in Frankfurt nur hoffen, daß das Punktepolster der Eintracht auf die Abstiegsplätze reicht, um dieses Jahr drinzubleiben. Aus eigener Kraft werden sie nicht mehr weiter nach vorne kommen, jetzt fangen die Spieltage an, an denen schon in den vergangenen Jahren nicht mehr viel lief.
Zum Glück gibt es Wichtigeres.
Denn im Grunde zeigt doch die Tatsache, daß dem Fußball hierzulande eine solche Bedeutung zugeschrieben wird, daß sich so viele Menschen so ernsthaft und mit so vielen Emotionen mit ihm befassen, wie gut es uns geht. Mit wirklich wichtigen Dingen, dem Überleben an sich oder wenigstens einer stabilen, gesicherten Existenz, beschäftigen sich in unserem Land nur wenige.
Mal ehrlich: was macht es, wenn Clubs, die seit Jahren mißwirtschaften, auf Pump leben, Geld ausgeben, das sie (noch) gar nicht haben, folgerichtig in die Pleite gehen und von der Bildfläche verschwinden? Kein Schalke, Hertha oder Dortmund im Profifußball? Für ein paar Jahre nur, dann kämen sie ja sowieso wieder - Eishockey läßt grüßen. Ja und! Was soll daran so schlimm sein. In der Wirtschaft - und es wird ja dauernd darauf gepocht, daß die Clubs Wirtschaftsunternehmen seien - sind schon gesündere Unternehmen verschwunden.
Get a life!
Vielleicht haben DFL, Sky und Bild ja deshalb so einen Druck gemacht. Schnell wieder anfangen, bevor die Leute merken, daß gar keine Lebensqualität verloren geht, wenn es keinen Bundesliga-Fußball gibt.
In diesem Sinne viel Spaß mit "FIFA 20", dem endlich für alle sichtbar gewordenen wahren Charakter des "Spieles", zu dem es Rummenigge und Co. in den letzten Jahren gemacht haben.
Mittwoch, 18. März 2020
Stadionalbum, neue Folge: MLB midcentury
Die höchste US-Amerikanische Baseball-Liga, major league, unterteilt in die ältere, in den 1870er Jahren entstandene "National League" und die um die Jahrhundertwende 1900 entstandene "American League", war bis in die 50er Jahre eine Angelegenheit der Ostküste, des "rust belt" von Pennsylvania und Ohio bis an die großen Seen und hatte die westlichste Ausdehnung in St. Louis. In den 50er und 60er Jahren kam es dann zu einigen Ortswechseln alteingesessener Mannschaften und schließlich auch zur Besiedlung bis dahin ignorierter Regionen. Dies machte entweder den kompletten Neubau von Stadien oder den Ausbau bereits vorhandener minor league-Stadien erforderlich.
Hier eine kleine Auswahl von in den besagten Jahrzehnten hinzugekommenen Stadien:
Hier eine kleine Auswahl von in den besagten Jahrzehnten hinzugekommenen Stadien:
Abonnieren
Posts (Atom)


























